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Die Schweißaufsicht im Betrieb. Fachinformationen und Arbeitshilfen zu ihren Aufgaben und Pflichten

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Artikel-Nr.: 500005

ISBN: 978-3-8111-6331-7

 

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Produktinformationen

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Für Schweißaufsichtspersonen ist es unumgänglich, umfangreiches praktisches Wissen und fachtheoretische Kenntnisse zu besitzen, um ihre anspruchsvollen Aufgaben erfüllen zu können. „Die Schweißaufsicht im Betrieb“ unterstützt die Schweißaufsichtspersonen bei ihrer Arbeit mit aktuellen Fachinformationen, Praxiswissen und Arbeitshilfen.

Im März 2021 ist ein neues Update für „Die Schweißaufsicht im Betrieb“ erschienen, dessen Fachbeiträge sich folgenden Themenfeldern widmen:

  • Die Schweißaufsichtsperson
    • Bedeutung der Normen für Aufgaben und Haftung der Schweißaufsichtsperson
    • Aufgaben der Schweißaufsichtsperson
    • Checklisten für die Konstruktions- und Zeichnungsprüfung, die Fertigungs- und Montageplanung, für Schweißanweisungen etc.
  • Haftung der Schweißaufsichtsperson
    • Zivilrechtliche Haftung der Schweißaufsichtsperson mit nützlichen Mustervorlagen bei der Bedenkenanmeldung
    • Straftaten und Ordnungswidrigkeiten
  • Normen und Vorschriften bei Schweißverfahren
    • Die Neuausgabe der DIN EN ISO 15614-1: Was ändert sich?
    • Lichtbogenschweißen nach DGUV Information 209-010
  • Alle Normen der Schweißtechnik

Nachfolgend stellen wir Ihnen einige Fachbeiträge detaillierter vor.

Schweißaufsichtspersonen

In diesem Themenbereich befasst sich ein Fachbeitrag ausführlich mit dem Thema „Aufgaben der Schweißaufsichtsperson“ und liefert dazu gleich eine ganze Reihe Checklisten mit. 

Zahlreiche Aufgaben der Schweißaufsichtsperson sind im Maßnahmenkatalog der DIN EN ISO 14731 bzw. in deren Anhang B aufgeführt. Es obliegt dem Hersteller (u.a. anhand von Anhang B der DIN EN ISO 14731), Aufgaben und Verantwortung des Personals für schweißtechnische Koordinierungs- und Kontrollaufgaben festzulegen. Das heißt, hier sind sowohl Einschränkungen möglich (falls z.B. bestimmte Teile – wie etwa die zerstörende Prüfung – bei einzelnen Aufträgen nicht erforderlich sind) als auch Erweiterungen, falls erforderlich. Fehler hierbei hat zwar der Hersteller zu verantworten, sie führen aber nicht automatisch zu einem entsprechenden Haftungsausschluss für die Schweißaufsicht. So muss sie auf jeden Fall sicherheitstechnische Bedenken äußern, wenn sie sie feststellt, auch ohne ausdrückliche Beauftragung hierzu. Zu den Herstelleraufgaben gehört auch eine genaue Abgrenzung von Aufgaben und damit verbundenen Verantwortlichkeiten, falls mehrere Schweißaufsichten am selben Projekt arbeiten. Anschließend ist vom Hersteller regelmäßig zu prüfen, ob die Aufgaben auch erledigt und die Abgrenzungen beachtet werden.

Der Fachbeitrag setzt sich detailliert mit dem Anhang der internationalen Norm auseinander und thematisiert dabei folgende Aspekte:

  • Maßnahmenkatalog in der DIN EN ISO 14731
  • Herstelleraufgaben
  • Hauptaufgaben für angestellte bzw. externe Schweißaufsichtsperson
  • Die wichtigsten Prüfungsschritte für die Projektvorbereitung
  • Technische Aspekte
  • Vertragliche bzw. Juristische Aspekte
  • Planungsunterlagen prüfen
  • Berechnungen erstellen bzw. koordinieren
  • Werkstattplanung erstellen
  • Schweißanweisungen und Schweißnahtprüfpläne anfertigen
  • Fertigungsplanung als zentraler Schwerpunkt im Aufgabenbereich der Schweißaufsicht
  • Prüfung der Anforderungen und Projektvoraussetzungen (Konstruktionsprüfung und Vertragsgestaltung)
    • Konstruktionsprüfung
    • Vertragsgetaltung
  • Untervergabe
  • Schweißtechnisches Personal
  • Einrichtungen
  • Fertigungsplanung und Qualifizierung von Schweißverfahren
    • Bestandteile des fertigen Plandokuments
    • Wesentliche Schritte im Planungsprozess
    • Qualifizierung der Schweißverfahren
  • Schweißanweisungen
  • Schweißzusätze
    • Auswahl, Festlegung und Wareneingangskontrolle der erforderlichen Schweißzusätze durch die Schweißaufsicht
  • Werkstoffe
    • Auswahl, Festlegung und Wareneingangskontrolle der erforderlichen Werkstoffe durch die Schweißaufsicht
  • Überwachung und Prüfung
    • Fortlaufende Überwachung
    • Prüfaufgaben der Schweißaufsicht vor dem Schweißen
    • Schweißnahtvorbereitung überwachen
    • Einhaltung der Arbeits- und Umgebungsbedingungen überprüfen
  • Überwachung und Prüfung während und nach dem Schweißen
    • Kontrollmaßnahmen während des Schweißens
    • Bauteilprüfung nach der Schweißung
  • Mangelnde Übereinstimmung und Korrekturmaßnahmen/Kalibrierung und Validierung
  • Kennzeichnung, Rückverfolgbarkeit und Qualitätsberichte
    • Einführung eines Qualitätsmanagements empfehlenswert
  • Umwelt, Gesundheit und Sicherheit

Normen und Vorschriften bei Schweissverfahren

Die Neuausgabe der DIN EN ISO 15614-1. Was ändert sich?

Ein Fachbeitrag befasst sich mit der DIN EN ISO 15614-1 „Anforderung und Qualifizierung von Schweißverfahren für metallische Werkstoffe – Schweißverfahrensprüfung – Teil 1: Lichtbogen- und Gasschweißen von Stählen und Lichtbogenschweißen von Nickel und Nickellegierungen“, die Mitte 2020 aktualisiert wurde.

Was ändert sich durch die Neuausgabe? Die DIN EN ISO 15614-1 stellt eines der fünf möglichen Verfahren zur Qualifizierung einer vorläufigen Schweißanweisung (pWPS) dar. Nach DIN EN ISO 15607 kann dieses Verfahren immer angewendet werden, es sei denn, die Verfahrensprüfung berücksichtigt nicht ausreichend die Nahtgeometrie, Einspannung bzw. Zugänglichkeit zur eigentlichen Schweißnaht. In vielen Regelwerken wird diese Norm als Qualifizierungsgrundlage herangezogen. Die Qualifizierung einer pWPS durch eine Schweißverfahrensprüfung ist das aufwendigste Verfahren der Qualifizierung und sollte auch aus Kostengründen nur gewählt werden, wenn das Anwendungsregelwerk oder die Liefervereinbarung bzw. der Werkstoff oder der Mechanisierungsgrad des Schweißverfahrens die Anwendung einer Schweißverfahrensprüfung nach DIN EN ISO 15614-1 erforderlich machen.

Mit ihrer ersten Veröffentlichung als ISO-Norm im Jahr 2004 hofften alle Beteiligten, dass mit dieser Norm nun weltweit die Qualifizierung eines Schweißverfahrens geregelt sei. Es blieb jedoch festzustellen, dass der pazifische Bereich diese Norm vielfach wegen der zu hohen Anforderungen nicht nutzt. Daher begannen bereits im Jahr 2005 die ersten Ansätze, um eine Zusammenführung der unterschiedlichen Regelwerksphilosophien (europäische und amerikanische) in eine überarbeitete Fassung einzubringen.

Nach mehr als zehn Jahren intensiver Arbeit ist es nun gelungen, eine Norm mit einem Stufenmodell zu veröffentlichen. Dieses Stufenmodell ist jedoch keine Kohabitationsnorm, wie sie von den Normen der Schweißzusätze her bekannt ist. In die Norm wurde an verschiedenen Stellen
die Beschreibung von Anforderungen einmal nach dem pazifischen Vorgehen (ASME), bezeichnet als Stufe 1, und zum anderen nach dem europäischen Vorgehen, bezeichnet als Stufe 2, eingefügt. Die Stufe 1 enthält Basisanforderungen für eine Schweißverfahrensprüfung und beruht bezüglich des geforderten Prüfumfangs auf ASME-Vorschriften wie ASME Section IX. Stufe 2 fordert den bisherigen und unveränderten Prüfumfang aus ISO 15614-1 mit Sichtprüfung, Durchstrahlungsprüfung, Oberflächenrissprüfung, Querzugversuch, Querbiegeprüfung, Kerbschlagbiegeprüfung, Härteprüfung sowie Makroschliff-Untersuchung.

Lichtbogenschweißen nach DGUV Information 209-010

Schweißen, insbesondere das Lichtbogenschweißen, birgt erhebliche Gefahren für das Schweißpersonal. Vor diesem Hintergrund hat das Sachgebiet „Oberflächentechnik und Schweißen“ des Fachbereichs „Holz und Metall“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) die DGUV Information 209-010 „Lichtbogenschweißen“ ausgearbeitet. Das im März 2017 veröffentlichte Werk unterstützt die Schweißaufsicht und das Schweißpersonal darin, die mit den Lichtbogenverfahren verbundenen Gefahren zu erkennen, einzuschätzen sowie erforderliche Schutzmaßnahmen zu treffen.

Was ist eine DGUV-Information?

DGUV-Informationen enthalten unverbindliche Hilfestellungen, Hinweise und Empfehlungen, die die praktische Anwendung von Regelungen zu einem bestimmten Sachgebiet oder Sachverhalt erleichtern sollen. Darüber hinaus stellen sie für bestimmte Branchen, Tätigkeiten und Zielgruppen konkrete praxisgeeignete Arbeitsschutzmaßnahmen vor. Die diesem Beitrag zugrunde liegende DGUV Information 209-010 zeigt mögliche Gefahren beim Lichtbogenschweißen und erforderliche Schutzmaßnahmen auf. Sie soll das Schweißpersonal dabei unterstützen, die mit den Lichtbogenverfahren verbundenen Gefahren zu erkennen sowie einzuschätzen, und darüber hinaus wichtige Informationen über erforderliche
Schutzmaßnahmen liefern.

Im Detail geht es um praxisnahe Hilfestellungen zu diese Themen:

  • Die DGUV Information 209-010 im Überblick
  • Schweißpersonal soll Gefahren erkennen und Schutzmaßnahmen ergreifen
  • Welche elektrischen Gefahren bestehen und welche Schutzmaßnahmen helfen
  • Betreiben von Schweißgeräten (Maßnahmen, Handhabung)
  • Erhöhte elektrische Gefährdung
  • Lichtbogenstrahlung
  • Gefahrstoffe
  • Brand-, Explosions- und Verbrennungsgefahren
  • Lärm
  • Mechanische Gefährdungen
  • Arbeitsmedizinische Vorsorge

Praxisnähe steht im Fokus

Der deutliche Praxisbezug von „Schweißaufsicht im Betrieb“ zeigt sich bereits im grundsätzlichen inhaltlichen Aufbau.
Insgesamt sieben Kapitel auf der Startseite befassen sich mit den wichtigsten Aspekten bzw. Fragen:

  • Aufgaben, Haftung und Arbeitsschutz
  • Konstruktion, Qualität und Prüfung
  • Werkstoffe und Verfahren
  • Normen
  • Arbeitshilfen im Schnellzugriff
  • Im Fokus
  • Was ist neu?

Die weiteren Hauptkapitel befassen sich mit „Normenübersichten“, „Arbeitshilfen“ und „Vorschriften“ und enthalten darin jeweils Fachbeiträge, Erklärungen und Querverweise sowie Praxishilfen und Checklisten.

 

 

ISBN
978-3-8111-6331-7
Reihe
WEKA Media
Erscheinungsdatum
März 2021
Bindung
DVD
 

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